Der mutmaßliche Attentäter auf die Taylor Swift Konzerte soll in dechiffrierten Chats Folgendes geschrieben haben: „Salam alaikum, ich will Waffen kaufen.“ Sehr höflich für einen Radikalisierten, nicht wahr? Immerhin wünscht er einem Kontaktmann in den Vereinigten Staaten „Frieden“. Einem „Kafir“, also Ungläubigen, Frieden zu wünschen ist ungewöhnlich – zumindest für die Islamisten unter uns. Er interessierte sich dabei nicht nur für Schusswaffen, sondern auch für Sprengstoffe und Handgranaten. Welcher Frieden wohl mit Patronen und Sprengstoffen erzielt werden kann?
Seit ich diesen Satz gelesen habe, geht er mir nicht aus dem Kopf. „Friede sei mit dir“ also „Salam alaikum“ und dann nach Waffen und Sprengstoffen zu fragen, erscheint mir geradezu kafkaesk. Aber das war nicht, was mich umtrieb. Erst heute Morgen habe ich verstanden, warum ich an diesem Satz hängen geblieben war. Der Islamismus kennt keinen Frieden. Der einzige Frieden dieses Todeskultes kann also nur eine pervertierte Abscheulichkeit von Frieden sein. Ihr Frieden findet sich am Ende von Gewehrläufen und den Klingenspitzen ihrer Messer. Frieden ist für sie in einer Orgie von Gewalt, die ihnen den Eintritt in ein Paradies gewähren soll, das sie uns auf Erden verwehren wollen.
Diese jungen Menschen von heute, die sich in den sozialen Medien radikalisieren und sich einreden, sie lebten den „wahren Islam“, leben im Grunde nur eine gewalttätige, nihilistische Reflexion ihrer eigenen inneren Leere und Wut. Das ist die Tragödie des europäischen Islam. Die Lautesten unter uns sind die eifrigsten Totengräber ihrer eigenen Religion. Eine göttliche Tragödie im Grunde.