Ternitz ist überall

Würden sie einen grimmigen Hassprediger in ihre Wohnung bitten, wenn er an ihre Tür klopfte? Würden sie ihn direkt in das Zimmer ihres pubertierenden Sohnes geleiten, damit sie völlig ungestört unter sich blieben? Würden sie diese Prozedur Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat wiederholen, bis eines Tages ihr Sohn selbst zu einem grimmigen Hassprediger verkommen wäre? Niemand wird diese Fragen bejahen und dennoch tun wir genau das – auch wenn es uns nicht bewusst ist. Denn der Hassprediger von heute lungert nicht in irgendwelchen Hinterhofmoscheen herum und lauert auf seine leicht manipulierbare Beute, die in der Regel jung, muslimisch, männlich ist. Das war früher so, doch so reaktionär und fortschrittlichsfeindlich der Islamismus sich auch geben mag, ist er doch äußerst modern und anpassungsfähig, wenn es darum geht, seine Botschaft auf neuen Kanälen und Wegen in die Herzen und Köpfe junger Menschen zu treiben. Ein wenig Tiktok hier, ein wenig Youtube dort und schon hat man den ersten Schritt auf einer kurzen Strecke hin zur Selbstradikalisierung getan. Das kann im kleinen, beschaulichen Ternitz in Niederösterreich genauso vonstatten gehen, wie im drängenden und hektischen Wien. Mittels sozialer Medien sind der islamistischen Beeinflussung quasi keine Grenzen mehr gesetzt. Und wir lassen diese Akteure gewähren. Seit langem und ohne jedwede Gegenwehr. 

Es begann nicht mit dem Hamas-Massaker am 7.Oktober, doch in der Folge wurden islamistische Narrative weltweit so populär und Mainstream, dass mir regelmäßig der Atem stockt, wenn ich daran denke, mit welcher Selbstverständlichkeit selbst ehedem moderate, studierte muslimische Mitmenschen sich dieser Hass-Rhetorik unterworfen haben. Und falls sie denken, es ginge dabei “nur” um Antisemitismus, dann irren sie sich. Denn unter dem Mantel des Antisemitismus verbirgt sich eine starke anti-westliche, demokratiefeindliche und eben auch menschenverachtende Note. Und die wird jetzt gerade in diesem Augenblick tausenden und abertausenden jungen Menschen muslimischen Glaubens eingetrichtert. Alles, was dafür nötig ist, ist ein Smartphone und eine beliebige Social Media App. Hassprediger und ihre Akolythen in den Weiten des Internets hatten es noch nie so leicht, junge Menschen aus unserer Mitte zu reißen und sie zu mordlüsternen Mördern zu pervertieren.

Es ist entscheidend, dass die Betreiber der Apps selbst dafür Sorge tragen, extremistische Inhalte ständig und beständig zu entfernen. Der Druck darf niemals nachlassen, damit die Internet-Islamisten verstehen, dass sie kein Land mehr sehen werden. Es gibt keine Zauberformeln, nur einen harten beständigen Kampf um unsere Sicherheit. Und den gewinnen wir nicht, wenn wir den Internet Islamismus weiterhin frei wüten lassen. 

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