Die Moschee – das unbekannte Wesen

„Herr Aksak, das glaube ich ihnen nicht. Woher kommt das Geld für den Moschee-Bau wirklich?“

Das hat mir ein Journalist am Telefon gesagt, als ich ihm zu erklären versuchte, dass die ehrenamtliche Arbeit und die Spendenbereitschaft der Menschen in solchen Fällen essentiell ist. Er hat – was sein gutes Recht war – Zweifel an meinen Ausführungen gehabt.

Am Samstag war ich in Klagenfurt und wurde spontan gebeten, die Baustelle zu besuchen. Was ich sah, war so gewohnt wie würdevoll.

Mitglieder des Vereins, die im Brotberuf Bauarbeiter, Maurer und Elektrotechniker sind, haben am Bau gearbeitet. Sie haben also die ganze Woche gehackelt, damit sie dann Samstag und Sonntag in regennasser Kälte an *ihrer* Moschee weiterbauen konnten. Und das wird die nächsten Wochen und Monate so weitergehen. Es werden Spenden gesammelt, damit der Baufortschritt nicht ins Stocken kommt, während die ehrenamtlichen Arbeiter ihre Wochenenden an der Baustelle und eben nicht bei ihren Familien verbringen.

Und das ist kein Kärntner Spezifikum.

Denn der Islam in Österreich ist eine Hackler-Religion und die meisten Moschee-Projekte, ja sogar kleinste Renovierungen wären ohne die tatkräftige Mitarbeit der Mitglieder schlicht und ergreifend nicht möglich.

(Leider werden meine Ausführungen oben die hysterischen Schlagzeilen nicht ungeschehen machen. Aber ich wollte sie hier notiert wissen.)

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