Interview: „Islam ist Frieden“

Herr Öztürk, sie sind der neu gewählte Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich. Daher haben wir uns gedacht, es wäre eine guter Zeitpunkt um querfeldein über Islam, Terror und Extremismus zu reden. 

Herr Öztürk, bevor wir anfangen, wäre es in Ordnung, wenn ich sie während des Interviews kurz als „Moslemkaiser“ anspreche? Um Zeit zu sparen, versteht sich?

Das geht in Ordnung, liebe Journalistin eines beliebigen österreichischen Mediums, aber bitte nennen sie mich „Kalif von Wien“. Das entspricht eher meinem Selbstbild und außerdem müssen wir dem unsäglichen IS-Kalifat ja etwas Gutes entgegen setzen!

Ähm, sie wollen sich wirklich als Kalif von Wien anreden lassen? Könnte das nicht gewisse Ängste bei den Einheimischen auslösen, Herr Öztürk?

Nennen sie mich ruhig, Herr Kalif, Fräulein! Und nein, niemand muss Angst haben vor einem Wiener Kalifen. Denn wir kommen in Frieden. Wissen sie es denn nicht, Islam ist Frieden. Und wer hat schon Angst vor dem Frieden?

Nun gut, ich denke, wir kommen da nicht weiter. Reden wir also über den Islam in Österreich und den Terrorismus. Wie stehen sie zum islamistischen Terrorismus?

Islam verbietet Terrorismus, denn Islam ist Frieden. Ja, ja!

Aber es so viele islamistische Anschläge in der Welt, so viele terroristische Gruppen berufen sich auf den Islam. Sehen sie da keinen Zusammenhang?

Nein, Islam ist Frieden. Wer gegen den Frieden handelt, handelt gegen Islam. Das sage ich auch immer wieder meinen unterstellten Muslimen. Ich sage ihnen ganz klar, seid friedlich, seid nett und vergesst ja eure Kalifat-Abgabe nicht. Denn ohne Abgabe gibts keinen Frieden – nicht für mich.

Ich merke schon, wir sind da wieder in einer Sackgasse. Probieren wir ein anderes Thema. Seid sie gewählt worden sind, hieß es in irgendwelchen Blogs und Tweets, sie seien ein Extremist und stünden auf den Gehaltszettel Ankaras. Was sagen sie zu den Vorwürfen?

Ja, die Kasse des Kalifats nimmt auch türkische Lira gerne an. Denn ob Lira oder Euro, alle Devisen dienen dem Frieden. Und wer garantiert den Frieden? Der Kalif von Wien!

Also nehmen sie Geld von Ankara an, ist der türkische Präsident ihr Zahlmeister? Sagen sie schon! Dieses Interview könnte mir doch noch nen Journalisten-Preis einbringen! Jawoll!

Mein liebes Kind, wer dem Kalifat von Wien spenden will, dessen Geld wird gerne angenommen. Wir tun ja Gutes mit dem Geld: Korankurse für muslimische Flüchtlinge, religiöse Betreuung für die schweren Jungs im Knast und Enthaltsamkeitsseminare für unsere pubertierenden Geschwister im Glauben. Das kostet halt.

Maaaah, sie weichen ja allem aus, was mir einen guten Sager für das Interview bescheren könnte. Ich muss wohl nen Gang raufschalten: Also – wo waren sie am 11.September 2001? Waren sie jemals in New York, Herr Kalif?

Tut mir leid, das Freitagsgebet muss vom Kalifen geleitet werden. Leider, leider muss ich jetzt weg. Und wegen dem Sager für ihr Interview. Ich hab da ne Idee: Islam ist Frieden! Peace out!

[PS: Reine Satire, alles fiktiv, eh scho wissen.]

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