Populisten der Community

KolonialismusDiese kleine FB-„Unterhaltung“ hat mich dazu bewogen, kurz einige Ansichten aufzuschreiben. Während die Medien natürlich mehrheitlich Diskussionen der Mehrheitsgesellschaft abbilden, verlaufen Debatten innerhalb der türkischen und/oder muslimischen Community ähnlich ab: Populistische Sager, billige Polemik und dies immer, um die Leute von den eigenen „hehren“ Idealen zu überzeugen.

Der Erdogan Besuch in Wien war ein außerordentlicher Anlass, um die Debatten innerhalb der Community zu verfolgen. Auch wenn soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter derlei Debatten nicht vollständig widerspiegeln, so zeichnen sie durchaus gute Bilder der Stimmungslage.

Ich will euch an dieser Stelle den Archeytpus des migrantischen Populisten vorstellen (exemplarisch zu sehen an den Personen Sinan Ertugrul, Autor eines Buches über „Islamophobie“ und Zeki Kücükgöl, der letztens im Standard zu lesen war) und kurz definieren. Denn es sind diese und ähnliche Leute, die ähnlich ihrer einheimischen Pendants, die virtuellen Stammtische der Nation mit ihren geistigen Ergüssen „beschäftigen“.

Zwischen Populismus und intellektuellem Anspruch

Dank der Lektüre populärer Uni-Texte zu Post-Kolonialismus und ähnlichen Themen schaffen es diese besonderen Akteure einen Hauch Intellektualität zu versprühen. Doch ihre aggressive Art und die Zielpersonen ihrer Wut zeigen auf, was sie tatsächlich sind. Die SalonlöwInnen (!) der virtuellen Stammtische, die eifersüchtig darüber wachen, dass kein anderer ihnen ihren Platz streitig macht. Daher stürzen sich diese Leute am liebsten auf türkische und/oder muslimische Journalisten, Polizisten, Politiker etc., denen sie dann beständig unterstellen, ihre Kritik an Teilen der Community etwa sei nur Ausdruck ihrer Ergebenheit gegenüber der Mehrheitsgesellschaft. Niveau darf man von diesen geistigen Lemmingen nicht erwarten, denn der „erfolgreiche“ Migrant ist der Feind und hat daher keinen Anspruch auf Unversehrtheit seiner Reputation.

Kritik etwa an einem Islamverband? Islamophobie – ohne Zweifel.
Kritik (auch) an Migranten? „Kolonialistischer“ Diskurs oder gleich Rassismus.
Diese meist jungen Leute mit Wut im Bauch kritisieren selbst sehr gerne, was ja im Grunde gut und legitim ist, doch sie selbst wollen sich frei von jedweder Kritik stellen, auch wenn sie selbst natürlich im Schatten mächtiger & einflussreicher Interessensgruppen (Islamverbände, MJÖ, türk. Regierungspartei AKP,…) wandeln. Doch das soll ruhig unbekannt bleiben, denn nur wenn man nicht weiß, wer ihre Triebherrn im Schatten sind, können sie weiterhin die Community bei der Stange halten – mittels Populismus in Reinkultur, die Schuld an allem läge bei der Mehrheitsgesellschaft – und ihre eigene Machtposition somit sichern. Außerdem müssen sie auch unerkannt bleiben, damit der gemeine Journalist oder Politiker nicht erahnen kann, wer ihm da „Rassismus“ und ähnliches vorwirft, nur um notwendige Kritik (auch an ihnen und ihren Lehensherrn) zu verhindern und im Keim zu ersticken.

Ich werde mich in nächster Zeit mehr auf diese SalonlöwInnen fokussieren – auch journalistisch. Das wird ein Fest.

 

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