Die anderen Hassprediger

Podiumsdiskussion: Religiöse Minderheiten –
Christen in islam. Ländern, Muslime in Europa

Ein nigerianischer Pfarrer (Obiora Ike) gab Sätze von sich wie:
„Der [sic!] Islam wirft immer den ersten Stein“ oder
„Der Islam will alles kontrollieren“ und als er sich als
entschiedener Abtreibungsgegner offenbarte, kannte der Applaus
kein Ende.

Eine koptische Christin namens Mary Attia verleumdete Menschen
aus der muslimisch-ägyptischen Community und wies keine Quellen
nach für ihre Behauptungen um gewisse Prediger und Theologen
aus Ägypten, obwohl sie dies anfangs noch zugesichert hatte.
Achja, sie schreibt für den geschmacklosen Blog
„Kopten ohne Grenzen“ und bestand darauf am Ende der Veranstaltung
noch verschwommene Youtube Videos aus Ägypten zu zeigen
(der Bildqualität nach könnte das jedes Land gewesen sein).

Über Diskriminierungen der Muslime in Europa wurde natürlich
nicht gesprochen und diese ganze Chose wurde von der Presse
und „Christian Solidarity“ veranstaltet. Der angekündigte
Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime
in Deutschland, kam erst gar nicht, weil er wohl ahnte,
was da zu erwarten gewesen ist.

Mein Fazit:

Schade, dass „Hassprediger“ ein Prädikat zu sein scheint,
das Muslimen vorbehalten scheint.

Viel bleibt meiner gestrigen Notiz nicht hinzuzufügen:

  • Besagter Blog „Kopten ohne Grenzen“ paktiert mit der Hetzseite „SOS Österreich“, die von einem niederen FPÖ Funktionär geleitet wird.
  • Wer mehr über die neuesten Entwicklungen am rechten Rand erfahren will, darf sich das Netzwerk von Frau Sabaditsch-Wolff (verurteilte Hetzerin und FPÖ „Islamexpertin“) ansehen: http://bit.ly/hbY4XV
  • Und vom so genannten interreligiösen Dialog halte ich nach dieser Veranstaltung nichts mehr, da die wackeren Streiter Christi, die sich zu Wort gemeldet hatten, Recht haben: Es gibt keinen Dialog auf Augenhöhe, denn die Gegenseite führt ihn nun seit Jahren wie einen autoritären Monolog. Die Islamische Glaubensgemeinschaft sollte sich besinnen, die Hassprediger der Gegenseite von sich weisen und entsprechend der Verfassung der österr. Republik um Religionsfreiheit und Freiheit vor Hetze und Diffamierung bemüht sein.

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